3 Fehler im Recruiting der Generation Y

Millennials ticken anders – anders als viele denken. Sie scheinen mit dem Handy oder Tablet an der Hand praktisch “geboren”, verfolgen selbstbezogen andere Ziele und Werte als alle Generationen davor und passen oftmals nicht so recht ins Schema.  Was Führungskräfte über die zwischen 1980 – 2000 Geborenen wissen sollten – vor allem was Mitarbeiter_innenbindung und Recruiting der Generation Y betrifft – verrät uns Enno Kuntze, Geschäftsführer der massagio GmbH, in diesem Gastbeitrag (Achtung: In der letzten Zeile wartet eine kleine Überraschung auf Sie)

 

3 Fehler im Recruiting der Generation Y, die Sie besser nicht machen sollten

 

Dass Globalisierung und Digitalisierung unsere Gesellschaft und Ökonomie verändern, ist natürlich keine Neuigkeit mehr. Egal, ob man auf sich persönlich, den eigenen Arbeitgeber oder unser Wirtschaftssystem als großes Ganzes blickt, alles ist in Bewegung.

Doch kaum etwas ändert sich so radikal in der Arbeitswelt wie die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Mit einer neuen Generation an Arbeitnehmern, der Generation Y, kommen junge Nachwuchstalente in die Unternehmen, die den Status Quo stark in Frage stellen.

Als Grundthese lässt sich sagen: Die Generation Y sucht nach Unternehmen, deren Kultur die eigenen persönlichen Wertvorstellungen abbilden.

 

Fehler #1: Antiquierte Wertvorstellungen und starre Rollenbilder

 

Traditionelle Rollenbilder werden hinterfragt, was alle Beteiligten (und vor allem die Führungskräfte) vor interessante und neue Herausforderungen stellt. Aber was bedeutet das für die Ideen hinter einer erfolgreichen Karriere oder die Position des Berufs im eigenen Leben?

Die Generation Y fordert mehr von Arbeitgebern. Work-Life-Balance wird immer wichtiger. Das bedeutet, dass viele Arbeitnehmer aus der Generation Y mehr Raum für Selbstentfaltung fordern. Der Wunsch nach Ausgleich, der über das Gehalt hinaus geht und flexible Arbeitsmodelle ist groß.

Das Positive daran: Innovative Ansätze, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter anzusprechen können, entstehen. Der Bedarf an transparenter und weitsichtiger Unternehmensführung steigt. Arbeitnehmer sind gefordert neue Modelle zur Arbeitszeitgestaltung und der langfristigen Bindung von Mitarbeitern zu entwickeln.

Doch ein klares Konzept ist nur bei den wenigsten vorhanden. Deshalb sollten Unternehmen sich beim Recruiting und der Entwicklung der Talente aus der “Generation Y” auf einige Herausforderungen einstellen.

 

Fehler #2: Die Suche nach dem “perfekt Match”

 

Ein “Fit” von 100% ist naiv. Doch wie groß sollte das Delta zwischen Stellenanforderungen und Fähigkeitsprofil optimaler weise sein?

Der Wunsch in der eigenen Position auch persönliche Ziele zu verfolgen rückt bei Millennial-Arbeitnehmern stark in den Vordergrund. Im Gegensatz zum geforderten Angebot ist der Wunsch jedoch häufig stärker als die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Dabei geht es – anders als bei vorangegangenen Generationen – weniger um Prestige, Status und Geld. Selbstbestimmung und Freiheit sind heute angesagt. Auch die Frage nach dem “tieferen Sinn in der Arbeit” stellt sich heute stärker denn je.

Welche Antworten Unternehmen hierauf haben und wie Sie ihrer sozialer Verantwortung gerecht werden, wird darüber entscheiden, ob und wie diese die Besten der “Jungen” finden und langfristig halten können.

Kreativität ist also gefragt, in erster Linie von Führungskräften.

 

Fehler #3: Wer vom hohen Ross her rekrutiert verliert!

 

Dr. Johannes Terhalle, ein erfahrener Headhunter und Personalberater, formuliert in diesem weiterführenden Beitrag die Herausforderung auf Unternehmensseite mit den Worten:

“Das Unternehmen muss sich darauf einlassen, dass der neue Mitarbeiter eben noch nicht alles mit sich bringt. Wie groß muss das Delta zwischen Stellenanforderungen und Fähigkeitsprofil sein, damit die Position für den Kandidaten spannend wird? Lässt der neue Job dem Arbeitnehmer ein persönliches Wachstum zu? Ein Fit von 100% ist naiv, was vor allem gute Arbeitgeber verstehen. Wer vom hohen Ross her rekrutiert verliert!”

 

Was sollen Führungskräfte nun bei beim Recruiting der Generation Y und der “neuen Mitarbeiterbindung” beachten?

 

Eigentlich ist es ganz einfach: Bieten Sie dem Bewerber eine spannende Position! Aber genau daran hakt es in den meisten Fällen. Das ist in manchen Fällen vielleicht auch wirklich schwierig – aber in jedem Fall machbar!

Es muss also etwas Spannendes in der Position vorliegen. Optimaler weise ist das Aufgabenprofil authentisch und spannend zugleich. Die facettenreiche Optimierung der Employee Experience liegt in der Verantwortung der Unternehmen selbst.

Unternehmen sollten das ganz dringend tun, denn gute Mitarbeiter bleiben auch in Zukunft deren größtes “Kapital”. Die Aussicht auf persönliches Wachstum im Job und innerhalb des Unternehmen sind zum Beispiel wichtige Themen für die jüngeren Mitarbeiter. Ein Beispiel: Wenn alle Führungspositionen von außen besetzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die besten Experten bald das Unternehmen verlassen.

Wir brauchen also eine strategische Personalentwicklung mit Vorbildern und einem positiven Umfeld. Kandidaten sollte man mehr bieten: Gute Büroräume, hervorragende IT und eine authentische Unternehmenskultur!

Beginnend mit der Kommunikation, über die Führungskultur und die Glaubwürdigkeit aller Stakeholder. Hierbei stellt sich die Frage: “Kann jeder innerhalb seiner Möglichkeiten Verantwortung übernehmen und sich persönlich weiterentwickeln?”

So sind flexible Arbeitsmodelle, wie auch Home Office-Modelle notwendig, um sowohl mittel- als auch langfristig Mitarbeiter zu binden und Barrieren, die der persönlichen Entwicklung im Weg stehen, abzubauen – wenn auch dieser Spagat für viele Unternehmen noch immer schwierig scheint.

 

“Zuhause-Gefühl” im Unternehmen?

 

Bei einer sehr mobilen (Kritiker sagen wechselwilligen) Generation Y, ist die mittelfristige Bindung wohl eine der größten Herausforderungen im Employer Branding. Das macht das Recruiting der Generation Y zur Sisyphus-Aufgabe.

Die facettenreiche Optimierung der Employee Experience liegt dabei verstärkt in der Verantwortung der Unternehmen selbst. Das betriebliche Gesundheitsmanagement und das “Zuhause-Gefühl” im Unternehmen sind hierbei wichtig und tragen dazu bei, dass Mitarbeiter der Generation Y langfristig gebunden werden.

Aus unserer Erfahrung bei massagio sind diese Maßnahmen, betrachtet man alle Personalkosten gesamt, geringer als man vielleicht denkt. Motivation und Gesundheit werden positiv beeinflusst. Sport, Gesundheitsprävention und Ernährung sind Themen, um die sich ein moderner Arbeitgeber kümmern sollte.

 

Täglich mit einem Lächeln ins Büro

 

Viel wichtiger als Alibi-Einzelaktionen ist es für die Unternehmensleitung und deren Führungskräfte, klassische Vorstellungen des betrieblichen Gesundheitsmanagements hinter sich zu lassen und alle Angebote in eine authentische Unternehmenskultur zu integrieren.

Das bedeutet, dass alle gesetzten Aktivitäten den Mitarbeiter unterstützen sollten, produktiv und glücklich zu arbeiten – eben täglich mit einem Lächeln ins Büro zu kommen. Denn eines hat sich auch mit der Generation Y nicht geändert: Gesunde und glückliche Mitarbeiter sind das beste Gut jedes Unternehmens.

Der von McKinsey geprägte Begriff “War for Talents” ist meiner Meinung nach veraltet. Wir haben keinen War for Talents mehr. Das Talent hat sich schlichtweg durchgesetzt. Der Schauplatz der Generation Y ist die Unternehmenskultur. Unternehmen, die das unterschätzen, werden von der Konkurrenz überholt – noch bevor sie es selbst merken.

Einige Maßnahmen, die wir bei massagio im Laufe der Zeit bei Arbeitgebern gesehen haben, die es “ernst” meinen und sich ihrer Verantwortung bewusst sind:

  • Vertrauensarbeitszeit und Home Office
  • Regelmäßiges Angebot an gutem und gesundem Essen
  • Zusicherung von Kindergartenplätzen, eventuell mit Zuschuss
  • Regelung zu Dienstfahrrädern oder ÖPNV Tickets
  • Von den Mitarbeitern gewählte Angebote für Gesundheit und Entspannung

 

Massage im Büro – eine ungewöhnliche Idee?

 

Massagen gehören zusammen mit Yoga zu den beliebtesten Gesundheitsdienstleistung am Arbeitsplatz. Dank eines Netzwerks aus 700 Massagetherapeuten bietet massagio deshalb nicht nur Privat-, sondern auch Firmenkunden erstklassige Massagen und die notwendige Flexibilität direkt in einem stressigen (Berufs-)Alltag.

Massagio unterstützt Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiter langfristig zu halten und der Produktivität einen zusätzlichen Schub zu verpassen. Nach einer Bedarfsanalyse durch einen kompetenten Berater, sollte eine individuellen Kalenderlösung die Terminierung, Planung und Durchführung der Massagen so einfach wie möglich halten.

Nur so können sich Massage im Büro langfristig etablieren und ihre volle Wirkung zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Wir bei Massagio helfen Unternehmen, gesunde, produktive und zufriedene Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten.” – Enno Kuntze, Geschäftsführer der massagio GmbH

 

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