8 Erfolgsfaktoren für Ihr perfektes Teambuilding

Im Herbst planen viele Führungskräfte Teamtage oder Teambuilding – Maßnahmen für das kommende Jahr. In diesem Artikel möchte ich daher darauf eingehen, worauf es dabei ankommt und was Ihren Teamtag zu einem erfolgreichen Event macht, das nicht nur inhaltliche Ergebnisse liefert, sondern an das Sie und Ihre Mitarbeiter_innen sich gerne und noch lange zurückerinnern.

 

So wird Ihr nächster Teamtag ein voller Erfolg

 

Führungskräfte wollen gemeinsam mit ihrem Team erfolgreich sein. Sie definieren Erfolg meist über Ergebnisse und Leistung. Und dieser Erfolg lässt sich leichter erreichen, wenn ein Team motiviert und eigenverantwortlich zusammenarbeitet.

Auch die Mitarbeiter_innen dieser Teams wollen erfolgreich sein. Sie definieren Erfolg für sich selbst aber nach anderen Kriterien. Dabei stehen der soziale Zusammenhalt sowie Freude und Spaß an der Zusammenarbeit im Vordergrund. Von ihren Kolleg_innen wünschen sie sich Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Vertrauen sowie direkte und offene Kommunikation.

Doch gerade diese “weichen Faktoren” lassen sich nicht per Dekret verordnen – nach dem Motto: “Seid doch bitte offen und ehrlich zueinander!”. Dazu braucht es ein anderes Konzept, eine andere Herangehensweise, die sowohl empirisch belegte kritische Erfolgsfaktoren der Teamarbeit sowie gruppendynamisch relevante Interaktionen berücksichtigt.

Dafür eignen sich Teambuilding – Maßnahmen oder regelmässige Teamtage, sofern sie richtig geplant und durchgeführt werden.

 

 

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Teambuilding liegt im Trend

 

Es muss nämlich nicht immer „akute“ Probleme geben, um sich mit Ihrem Team eine Auszeit zu gönnen. Es klingt unglaublich, aber Sie können in nur einem Tag eine Verbesserung der Zusammenarbeit und Zufriedenheit Ihres Teams um bis zu 50% steigern. Wie nachhaltig dieser Effekt ist hängt davon ab, wie Sie das Teambuidling gestalten bzw. wie regelmässig Sie Teamtage halten.

Es gibt Teams. die sich 2x pro Jahr Auszeiten gönnen, weil sie erkannt haben, dass eine Investition in ihr wichtigstes “Kapital” – nämlich die einzelnen Mitarbeiter_innen – sich auf vielerlei Weise lohnt und bereits nach kürzester Zeit amortisiert.

Und bei dieser Investition geht es nicht um einen gemeinsamen Kuschelkurs oder “free hugs” – sondern immer steht die Art und Weise der Zusammenarbeit und Kommunikation im Rahmen der gemeinsamen Leistungserbringung im Vordergrund.

Apropos Investition:

 

Teambuilding ist als freiwillige Sozialleistung steuerlich absetzbar

 

Natürlich sind Teamtage, Teambuilding, Teamentwicklung und co aus buchhalterischer Sicht Aufwand – vor allem wenn externe Berater_innen hinzugezogen werden. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit (unabhängig davon, ob nun extern begleitet wird oder nicht), zusätzlich freiwilligen Sozialaufwand geltend zu machen – in Österreich sind das bis zu 365,00 € pro Mitarbeiter_in und Jahr.

Dazu bedarf es ein wenig Kreativität in der Rechnungslegung. Die Hotel- und Verpflegskosten werden ohnedies meist getrennt von etwaigen Beratungskosten ausgewiesen (Hotel- und Restaurantrechung). Externe Berater_innen könnten Ihre Honorarrechnung splitten in z.B. einen Outdoorteil (hat Freizeitcharakter) und einen Seminarteil für den Rest – z.B. 50:50 oder 70:30. Dadurch sparen Sie als Arbeitgeber einen Teil der Lohnsteuerabgaben, was in Summe – bei mehreren Teams und Teamtagen pro Jahr – schon ins Gewicht fallen kann.

Fragen Sie also unbedingt bei Ihrem_r Steuerberater_in, Buchhalter_in und vor allem Ihrem_r externen Beratungspartner_in nach!

 

Führungskräfte und Mitarbeiter_innen wollen Spaß in der Zusammenarbeit haben und gemeinsam erfolgreich sein

 

Die meisten Teams arbeiten auch recht gut zusammen und leben mit ihren typischen kleinen „Wehwehchen“ wie z.B.:

  • Ärger und Enttäuschung aufgrund Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Teammitgliedern
  • Leistungsabfall durch Unsicherheit vor geplanten Veränderungen
  • Mehr Konflikte aufgrund hoher Belastung und Druck
  • Fehler häufen sich aufgrund Informations- und Kommunikationsdefiziten

Genau auf diese Dynamiken kann bei einem Teambuilding / Teamtag eingegangen werden.

 

1x erleben ist besser als 100x sagen

 

Offenheit, Harmonie, Teamgeist… lassen sich nicht durch einen “Druckknopf” einschalten. Es bringt meinst wenig, darüber theoretisch zu sprechen. Viel effektiver ist es, ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen, in dem Ihr Team genau jene Erfahrung machen kann, die Ihrer Intention eines Teamtages zu Grunde liegt. Wenn also z.B. die Kommunikation offener werden soll, muss offene Kommunikation am Teamtag erlebbar gemacht werden.

 

8 Erfolgsfaktoren für perfektes Teambuilding

 

Was ist für die Durchführung eines solchen Tages wichtig, worauf sollten Sie bei der Planung und Auswahl der Möglichkeiten achten?

 

1. Stärken stärken

 

In jedem Team gibt es Stärken und Ressourcen. Im Alltag finden diese sehr oft zu wenig Beachtung, obwohl sie meist gegenüber den Schwächen überwiegen. Ein Teamtag soll diese Stärken wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit und somit des Bewusstseins rücken.

 

2. Teamspiele

 

Über Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit kann man viel reden – besser ist, man erlebt sie selbst im eigenen Team. Mittels Teamspielen wie z.B. (alle am Leintuch, Zauberstab) wird auf spaßvolle Art sichtbar, wie die Zusammenarbeit im Team abläuft. Im Anschluss daran wird nachbesprochen, welche Dynamiken erkennbar waren, die auch im Arbeitsalltag zu beobachten sind und was ausschlaggebend dafür war, ob die Ausführung der Übung gelungen oder gescheitert ist. Daraus können Veränderungsimpulse für die Zukunft abgeleitet werden.

 

3. Outdoor

 

Die Intention ist die gleiche wie bei den „regulären“ Teamspielen.

 

Teamtage

 

Geocaching, Brückenbau und Hochseilgarten machen Spaß und haben hohen und intensiven Erlebnischarakter, der durch die Aktivität in der freien Natur noch zusätzlich verstärkt wird.

Besonders interessant können Aktivitäten mit Tieren sein (Schafe treiben, Hühner dressieren, aber auch die Arbeit im Anleiten von Pferden oder Wölfen…).

Klingt komisch – stellt aber eine absolut konträre Aufgabenstellung zum Alltag dar, wodurch sich ein Team völlig neu erleben kann.

 

4. Schauspiel: Szenen einer optimalen Zukunft

 

Die Teilnehmer_innen schlüpfen selbst in die Rolle von Schauspieler_innen. Zunächst erarbeiten sie in Kleingruppen das optimale Wunschbild zu einem aktuellen Thema, das das Team beschäftigt. Anschließend wird eine typische Szene aus der optimalen Zukunft als Schauspiel dargestellt.

Diese Form der Darstellung geht viel tiefer als das bloße gesprochene Wort und die durch das Schauspiel dargestellten Bilder und Sketches bleiben lange Zeit im Gedächtnis. Die Gruppe erörtert anschließend gemeinsam den Unterschied zur aktuellen Realität. Daraus können die Mitarbeiter_innen im weiteren Verlauf jene Maßnahmen erarbeiten, die für die Erreichung dieses Wunschbildes nötig sind – und mit welchen Hindernissen am Weg zur Zielerreichung noch zu rechnen ist.

 

5. Direktes wertschätzendes Feedback

 

Direktes und wertschätzendes Feedback ist meist nicht Inhalt Ihrer Alltagsgespräche. Darum wird an einem Teamtag besonders darauf Wert gelegt. An jedem Teamtag sind die Mitarbeiter_innen von einer direkten Feedbacksession emotional sehr berührt.

 

6. Ergebnistransfer

 

Die Erkenntnisse und Vorhaben aus dem Tag sollten mit einer strukturierten Verantwortlichkeit im Team verknüpft werden. Beispielsweise können Themenverantwortliche definiert oder neue Meetingstrukturen vereinbart werden, um die erlebten positiven Ansätze im Arbeitsalltag auch „auf die Piste“ zu bringen.

 

7. Location

 

Am besten finden Teambuilding bzw. Teamtage außerhalb der gewohnten Umgebung statt. Zahlreiche Seminarhotels bieten dafür ausreichende Angebote von einfach bis luxuriös. Wer es dennoch anders mag kann z.B. in Jugendherbergen sehr günstige Alternativen finden. Je nach Charakter der Veranstaltung selbst (Outdoor oder Indoor) spielt die Umgebung des Veranstaltungsorts die größere Rolle als der Seminarraum selbst.

Hier finden Sie eine breite Angebotspalette für Wien und Niederösterreich.

 

8. Moderation

 

Die Moderation kann von der Teamleitung oder von einem_r erfahrenen Berater_in moderiert werden, der/die den Tag entlang der Teamhistorie gut planen kann. Wenn Sie in als Teamleiter_in noch nicht so viel Erfahrung mit Anleitung von Gruppen haben und dennoch selbst moderieren wollen, könnte ein Coaching zur Vorbereitung auf den Tag sehr hilfreich sein, um mit einem/einer Profi den Ablauf zu planen und alle Eventualitäten vorauszudenken.

 

Wenn Sie sich für eine_n Moderator_in entscheiden sind folgende Dinge wichtig:

 

  • Sie müssen überzeugt sein, dass er/sie in der Lage ist (=Kompetenz), Ihr Team auf inhaltlicher UND sozialer Ebene zum Ergebnis (=Anlass, warum Sie einen Teamtag / Teambuilding durchführen wollen) bringen kann.
  • Dass er/sie nachweisbare Erfahrung in der erfolgreichen und kösungsorientierten Arbeit mit Teams und Gruppen hat (zB durch aussagekräftige Referenzen über erreichte Ergebnisse).
  • Dass er/sie so souverän ist, um flexibel auf spontane Bedürfnisse der Gruppe einzugehen und den “Plan” zu verlassen – ohne dabei aber die Zielsetzung des Teamtages / Teambuilding aus den Augen zu verlieren und gegebenenfalls die Gruppe wieder “einfängt”, wenn sie inhaltlich zu sehr abschweift. Das hinterfragen Sie am besten im persönlichen Gespräch (z.B. “Was machen Sie, wenn… ” – dann erzählen Sie von einer typischen Situation, die Sie mit Ihrem Team bereits erlebt haben oder die Sie eventuell vorausahnen).
  • Outdoorerfahrung (lassen Sie sich spontan Übungen erklären und fragen Sie nach, wo und zu welchem Anlass er/sie diese bereits durchgeführt hat)
  • Er/Sie muss von seinem/ihrem Stil und Auftreten zu Ihrem Team passen

 

Am Wichtigsten ist aber, dass Sie und Ihr Team dem Moderator/der Moderatorin vertrauen und ihn/sie ausreichend sympathisch finden, um vor und mit ihm/ihr in die Tiefe gehen zu können.

Wenn ein Teambuilding / Teamtag gelingt, ist die „positive“ Veränderung für alle erkennbar und hält noch lange Zeit an. Die Mitarbeiter_innen gehen gestärkt und motiviert aus einem freudvollen Tag an dem sie neues über ihr Team gelernt haben.

In einigen Fällen konnten durch regelmäßige Teamtage (1-2x pro Jahr) Fluktuation und Krankenstandstage um bis zu 50% reduziert und die Zusammenarbeit deutlich verbessert werden. Da haben alle im Team etwas davon und erkennen für die Zukunft, dass es sich lohnt Anstrengungen zu unternehmen, über das eigene Sein, Handeln und Wirken gemeinsam nachzudenken, auch wenn die Erkenntnisse daraus im ersten Moment nicht immer „schmecken“.

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